| Autoren | Definitionen zur Benutzungsfreundlichkeit |
|---|---|
| WEIGEL (1980, S. 864) | "Benutzungsfreundlichkeit ist die Eigenschaft, die angibt, wie gut Software den Bedürfnissen des Anwenders angepaßt ist." |
| DEHNING, ESSIG, MAAß (1981, S. 87) | "User-friendliness is defined as low subjective operating complexity." |
| LAUTER (1982, S. 412) | "Erreichung eines optimalen Kompromisses zwischen hoher Nutzungsflexibilität und geringer subjektiver Bedienungskomplexität." |
| CHARWAT (1985, S. 85) | "Eine technische Lösung ist dann benutzungsfreundlich, wenn sie auf die zu bearbeitende Aufgabe ausgerichtet ist und die menschlichen Eigenschaften, Fähigkeiten sowie die Bedürfnisse der Benutzer berücksichtigt." |
| ULICH (1986, S. 104) | "Einschätzung des Humanpotentials bei der Mensch-Maschine-Funktionsteilung." |
| ASAM, DRENKARD, MAIER (1986, S. 25) | "Benutzungsfreundlichkeit bedeutet die Eignung einer Betrachtungseinheit, den zu ihrer Nutzung benötigten Aufwand für die vorgesehenen Benutzer gering zu halten und das Beurteilen der Handhabung durch die Benutzer positiv zu beeinflussen." |
| SPINAS (1987, S. 175) | "Ein Dialogsystem kann dann als benutzungsfreundlich bezeichnet werden, wenn es den Benutzer im Rahmen einer anspruchsvollen Arbeitstätigkeit durch vielfältige Anwendungsmöglichkeiten unterstützt und ihm in der Interaktion mit dem Computer seiner Oualifikation nach angemessene Kontrollmöglichkeiten gewährt." |
| WAERN (1987, S. 863 f.) | "The criteria for 'user-friendly' systems can best presented by ... the following factors of human-computer interaction: usefullness (functionality), usability (learning, performance, understanding, trouble management, subjective acceptance), productivity (speed, quality of product of using computers), sociability (communicativeness - that is people integration)." |
| LANG, PETERS (1988, S.1) | "Benutzungsfreundlichkeit heißt, dem Benutzer im Dialog mit der Technik Entscheidungsspielräume und Einflußmöglichkeiten zu schaffen." |
| BOCHER u.a. (1989, S. 39): | Benutzerfreundlichkeit ist "das Ergebnis ergonomischer Bemühungen zur Anpassung technischer Einrichtungen an Erfordernisse, Eigenschaften, Fähigkeiten und Kenntnisse aller zu berücksichtigenden Benutzergruppen." |
| THAYER, THAYER (1990, S. 565) | "Pertaining to a computer system, device, program or document designed with ease of use as a primary design objective." |
Neben dem Begriff "Benutzungsfreundlichkeit" wird häufig auch der Begriff "Benutzbarkeit" (engl. usability) angeführt.
| Autoren | Definitionen zur Benutzbarkeit |
|---|---|
| BOEHM u.a. (1978, S. 312) | "A software product possesses the characteristic usability to the extent that it is convenient and practicable to use." |
| SHACKEL (1985, S. 18) | "Usability can be specified by means of the operational criteria "effectiveness", "leamability", "flexibility" and "attitude" (levels of human costs and satisfaction)." |
| DGQ-NTG (1986, S. 27) | "Eignung zum Erlernen der Funktionen, der Bedienung und der Handhabbarkeit des Programms sowie zur Interpretation seiner Meldungen und Ergebnisse durch den vorgesehenen Benutzer." |
| OLPHERT, FOX (1986, o.S.) | "Extent to which a user can exploit the potential utility of that system." |
| FRESE, BRODBECK (1989, S. 103) | "Wenn ein Programm leicht handhabbar ist, dann spricht man von guter Benutzbarkeit." |
| RAVDEN, JOHNSON (1989, S. 9) | "Extent to which an end-user is able to carry out required tasks successfully, and without difficulty, using a computer application system." |
| ISO CD 9241-11 (1990, S. 3) | "Is a concept comprising the effectiveness, efficiency and satisfaction with which specified users can achieve specified goals in a particular environment." |
| ISO/IEC DIS 9126 (1990, S. 4) | "A set of attributes that bear on the effort needed for the use and on the individual assessment of such use by a stated or implied set of users." |
| THAYER, THAYER (1990, S. 565) | "...a metric that can be used to measure the relative effort for using software (training and operating)..." |
Bei der Analyse dieser Definitionen fällt auf, daß der Begriff "Benutzbarkeit"
häufig in Werken zur Software-Qualitätssicherung
beschrieben wird. Vergleicht man die Definitionen zur
"Benutzbarkeit" jedoch mit denen zur
"Benutzungsfreundlichkeit", dann zeigen sich keine bedeutenden
Unterschiede zwischen beiden Begriffen. Lediglich Thayer und
Thayer (90, S. 565) grenzen beide Begriffe voneinander ab,
wobei sie "Benutzbarkeit" eher funktionsorientiert beschreiben,
die "Benutzungsfreundlichkeit" dagegen mehr den subjektiven
Empfindungen zurechnen.
Insgesamt zeigt sich jedoch, daß die Begriffe
"Benutzungsfreundlichkeit" und "Benutzbarkeit" oftmals
sinnverwandt verwendet werden.
Bei den Definitionen ist auch erkennbar, daß
"Benutzungsfreundlichkeit" zum einen als ein Ziel bei der
Gestaltung der Arbeit mit Computern angesehen wird, zum anderen
als ein Beurteilungskriterium für Gestaltungslösungen definiert
ist (Bocher u.a. 89, S. 39; Waern 87, S. 863f.). Gleichzeitig
werden verschiedene Zielrichtungen einer benutzungsfreundlichen
Gestaltung angegeben, wie z.B. Schaffung von
Entscheidungssprielräumen oder leichte Bedienbarkeit (Lang,
Peters 88, S. 1; Thayer, Thayer 90, S. 565). Unterschiede
zeigen sich auch bei den Gestaltungsobjekten einer
benutzungsfreundlichen Gestaltung. Diese reichen von der
Gestaltung "technischer Lösungen" bis zum "Dialogsystem"
(Charwat 85, S. 85; Spinas 87, S. 175).
Mehr dazu in Englisch 93
Englisch analysiert eingehend die Definitionen der Benutzungsfreundlichkeit.
Dabei klärt er, inwieweit die Gestaltungsobjekte und Ziele einer
benutzungsfreundlichen Gestaltung mit allgemeinen Prinzipien zur Gestaltung von
Arbeitssystemen übereinstimmen und auf welchen Gestaltungsgrundsätzen
der Begriff "Benutzungsfreundlichkeit" basiert.