Aufgabenbewältigung

Durch die Gestaltung der Beziehung zwischen Benutzer und Aufgabe wird bestimmt, inwieweit der Benutzer in der Lage ist, die ihm anvertrauten Aufgaben zu erfüllen und ob er diese als "menschengerecht" empfindet. Eine menschengerechte Gestaltung der Aufgaben wird als eine wesentliche Voraussetzung für eine ganzheitliche Bewertung der ergonomischen Qualität von EDV-Systemen angesehen. In der Arbeitswissenschaft wurden eine Reihe von Kriterien definiert, die die ergonomische Qualität der Aufgabenbewältigung zu erfassen versuchen. Bei der software-ergonomischen Bewertung des EDV-Systems interessiert vor allem, inwieweit die Aufgabenbewältigung durch das EDV-System unterstützt oder behindert wird, ob also die Primäraufgabe "Aufgabenbewältigung" durch die Sekundäraufgabe "Benutzung des EDV-Systems" überlagert bzw. in den Hintergrund gedrängt wird. Durch die Berücksichtigung der ergonomischen Qualität der Aufgabenbewältigung soll sichergestellt werden, daß bei der software-ergonomische Bewertung keine Verengung des Blicks nur auf Schnittstelleneigenschaften des EDV-Systems erfolgt ("Schnittstellenkosmetik").